Anfang der 1980er Jahre wurde zum ersten Mal in amerikanischen Medien von einer unbekannten, tödlichen Krankheit berichtet: dem Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS). Seitdem sind mehr als 25 Millionen Menschen daran gestorben. Weltweit sind über 33 Millionen mit dem HI-Virus infiziert, davon rund 70 Prozent im südlichen Afrika. Pro Jahr sterben weltweit etwa zwei Millionen Menschen an AIDS. Doch Fortschritte in der Therapie geben Hoffnung. Darauf macht am 1. Dezember der Welt-AIDS-Tag aufmerksam.
In Deutschland sind rund 63.500 Menschen HIV-positiv, jährlich werden vom Robert-Koch-Institut rund 2.800 Neuinfektionen registriert. Als die Infektion Anfang der 80er Jahre bekannt wurde, kam die Diagnose einem baldigen Todesurteil gleich. Doch in kaum einem Feld der Medizin hat die Forschung so schnell Fortschritte gemacht wie bei der Therapie von HIV.
Welt-AIDS-Tag
Seit 1988 wird in jedem Jahr am ersten Dezember im Rahmen eines weltweiten Aktionstages an die Infektionskrankheit AIDS erinnert. Ursprünglich von der WHO ausgerufen, wird der Welt-AIDS-Tag inzwischen von der UNAIDS, einem gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen, organisiert.
HIV steht für "Humanes Immundefizienz Virus", weil das Virus vor allem die Zellen des Abwehrsystems befällt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Infektionen kann das körpereigene Abwehrsystem das Virus nicht mehr aus dem Körper entfernen, auch wenn der Körper einige Wochen nach der Infektion Abwehrstoffe, so genannte Antikörper, bildet.
AIDS ist eine Art Manifestierung der HIV-Infektion, ein Bündel verschiedener Symptome also, die durch die HIV-Infektion und die damit verbundene Schwächung des Abwehrsystems auftreten. Der Körper ist nach der HIV-Infektion machtlos gegen viele Krankheitserreger. Es entwickeln sich Folge-Krankheiten, die schließlich ohne Behandlung schnell zum Tod führen würden.
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