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Alarmzeichen Sodbrennen

Vierzig Prozent der Erwachsenen verspüren, zumindest gelegentlich, das brennende Gefühl in der Speiseröhre, das auch als Sodbrennen bezeichnet wird. Es entsteht, wenn Magensaft nach oben in die Speiseröhre fließt. Dieser Rückfluss wird als Reflux bezeichnet. Ein geringfügiger Reflux, zum Beispiel nach zu reichhaltigem und fettigem Essen, ist physiologisch bedingt und normal. Deshalb ist es unbedenklich, wenn Sodbrennen nur gelegentlich auftritt. Erst wenn das unangenehme Brennen in der Brust mehrmals in der Woche zu spüren ist, muss etwas dagegen unternommen werden. Denn dann kann es zu schwerwiegenden Schäden der Speiseröhre kommen.

Die krankhafte Form des Sodbrennens wird als Refluxkrankheit (Refluxösophagitis) bezeichnet. Refluxkrank ist man dann, wenn die im Magensaft enthaltene Salzsäure die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre soweit geschädigt hat, dass sie entzündet ist. Dadurch kann es zu Veränderungen in der Speiseröhre und den Atemwegen kommen. Typische und häufige Langzeitfolgen einer unbehandelten Refluxkrankheit sind Schluckstörungen, Heiserkeit, Bronchitis sowie chronisch vermehrtes Aufstoßen. Unbehandelt kann, durch die ständigen Reizungen und Entzündungsvorgänge eine minderwertige Variante der Schleimhaut in der Speiseröhre entstehen (sog. Barrett-Ösophagus). Hieraus kann sich in seltenen Fällen Speiseröhrenkrebs entwickeln.