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Diagnose ADHS

Von Traumsuse und Zappelphilipp

Mit "ADHS" (Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom) wird eine psychische Störung beschrieben, bei der Betroffene, durch mangelnde Konzentrationsfähigkeit, fehlende Ausdauer, hohe Ablenkbarkeit sowie häufig auch durch motorische Unruhe (Hyperaktivität) auffallen. "ADHS" wird typischerweise bei Kindern im Vorschulalter diagnostiziert.

Nach Schätzungen leiden in Deutschland drei bis zehn Prozent aller Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren an mehr oder minder stark ausgeprägten Symptomen im Sinne einer "ADHS". Die psychische Störung wird bei Jungen dreimal häufiger diagnostiziert als bei Mädchen.

Betroffene grenzen sich ab
"ADHS" kann dazu führen, dass sich die Betroffenen durch ihr Verhalten gegenüber ihrem sozialen Umfeld, wie Elternhaus, Schule und Freundeskreis so stark ab- beziehungsweise ausgrenzen, dass sie die an sie gestellten Anforderungen, wie schulische Leistungen und/oder Sozialverhalten nicht mehr ausreichend erbringen können und somit unter ihrem eigentlichen intellektuellen und kreativen Potenzial zurückbleiben.

In vielen Fällen ist dann ohne therapeutische Hilfe von einer weiteren Verschlechterung des Zustands auszugehen, was wiederum zu weiteren psychischen Störungen und mitunter auch zu Folgeerkrankungen, wie sozialen Phobien, Angststörungen, depressiven Störungen oder Suchterkrankungen führen kann. Auch bei Erwachsenen wird "ADHS" diagnostiziert. Die Häufigkeit wird hier auf 1,5 bis 5 Prozent der Gesamtbevölkerung geschätzt.