Wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht, Gräser und Bäume anfangen zu blühen, dann wird des einen Freud zum Leid des anderen. Die Zahl der Heuschnupfen-Geplagten hat sich in den westlichen Industrieländern in den vergangenen drei Jahrzehnten verdreifacht.
Mittlerweile leidet rund ein Viertel der Bevölkerung an einer Allergie. Eine solche Überempfindlichkeit kann sich zwar auch erst im Erwachsenalter entwickeln, meist sind aber vor allem Kinder und Jugendliche betroffen.
Fehlgeleitete Abwehrreaktion
Unter Allergie versteht man eine Überreaktion des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe (Antigene). Während bei einem gesunden Immunsystem die Abwehrreaktion in abgeschwächter Form erfolgt, schießt das Immunsystem beim Allergiker über das Ziel hinaus. Diese Überempfindlichkeitsreaktion ruft letztendlich die Allergie hervor. Das Antigen wird zum Allergen. Die Ausschüttung des Botenstoffs Histamin löst dabei die allergischen Symptome aus.
Typischerweise kommt es bei Heuschnupfen zu einer Entzündung der Schleimhäute, tränenden und juckenden Augen, Husten, Fließschnupfen sowie Hautjucken. Als Folge leiden Betroffene häufig an Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung drohen außerdem erhebliche Atembeschwerden und ein allergisches Asthma.
Ursachen
Warum die Neigung zu Allergien in den vergangenen Jahrzehnten insbesondere in den Industrieländern so stark angestiegen ist, konnte bislang noch nicht restlos geklärt werden. Neben einer vererbten Allergieneigung werden schädliche Umwelteinflüsse sowie die fehlende immunologischen Auseinandersetzung der Menschen mit Mikroorganismen diskutiert.
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