Von der Langwierigkeit von über drei Jahren und vor allem vom Aufwand der Behandlung lassen sich viele Betroffene abschrecken. Das soll sich mit der neuen "Kurzzeittherapie" ändern. Für Gräserpollenallergiker mit Angst vor Spritzen stehen mit der sublingualen Immuntherapie und der Gräser-Impf-Tablette gleich zwei Alternativen zur Verfügung.
Kurzzeit-Therapien
Für Eilige gibt es neuerdings verschiedene Möglichkeiten von Kurzzeittherapien. Hier wird zwischen der "Cluster"- und "Rush"-Behandlung unterschieden. Das Ziel besteht darin, die Dosierungssteigerungsphase abzukürzen, um möglichst schnell die Maximaldosis verabreichen zu können.
Bei der Cluster-Immuntherapie erfolgen pro Behandlungstag im Abstand von mindestens 30 Minuten bis zu drei Allergenapplikationen. Bereits am zweiten bis vierten Behandlungstag kann bei diesem Verfahren die Maximaldosis gegeben werden. Zwischen den einzelnen Behandlungstagen müssen mindestens vier Tage liegen. Mehrere tägliche Allergeninjektionen in aufsteigender Dosis erhält der Betroffene bei der Rush-Immuntherapie.
Schneller Erfolg mit der "Quick-Therapie"
Seit über einem Jahr wird auch die so genannte "Quick-Therapie" angewandt, bei der gleich am ersten Behandlungstag zwei Mal die Maximaldosis gespritzt wird. Beobachtungsstudien mit insgesamt 1.431 Betroffenen konnten die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Quick-Therapie belegen. Mit der Quick-Therapie kann noch kurz vor Beginn der Blühphase gestartet werden. Betroffene erfahren bei der Quick-Therapie bereits zur Pollensaison eine wesentliche Besserung.
Ein langfristiger Schutz gegen Heuschnupfen ist bei manchen Allergenen (Gräser und Roggen) auch mit Tropfen und Tabletten möglich. Gerade für Betroffene mit Angst vor Spritzen sind diese beiden Formen der Immuntherapie eine Alternative. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Impfstoffe zu Hause eingenommen werden können.
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