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Linkshändigkeit ist eine ganz natürliche Form der Seitenbevorzugung
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Mit Links

Mythen und Fakten zur Linkshändigkeit

Linkshändigkeit oder Linksseitigkeit ist eine ganz natürliche Form der Seitenbevorzugung, die allerdings nur bei den Menschen so ausgeprägt ist. Bei (nicht-menschlichen) Primaten ist die Ausprägung für nicht symmetrischen Handgebrauch weniger offensichtlich, eine gewisse Tendenz zur Seitenbevorzugung für Gesten konnte jedoch festgestellt werden. Grundsätzlich würde Linkshändigkeit keine Schwierigkeit darstellen, wenn Linkshänder nicht in einer Welt für Rechtshänder leben müssten.

Die Veranlagung zur Linkshändigkeit ist in der Regel angeboren. Obwohl man in manchen Familien besonders viele Linkshänder findet, konnte eine genetische bedingte familiäre Häufung bisher trotzdem nicht sicher nachgewiesen werden. Bei eineiigen Zwillingen kommen Links-Rechtshänder-Kombinationen ähnlich häufig vor wie bei anderen Geschwisterpaaren.

Hohe Dunkelziffer
Unklar ist auch, wie groß der Anteil der Linkshänder an der Gesamtbevölkerung ist. Einige Schätzungen gehen von mindestens zehn Prozent aus, da früher aber viele Kinder auf Rechtshändigkeit umerzogen wurden liegt der Wert bei anderen Berechnungen noch deutlich höher.

Landläufig herrschen viele Vorurteile über Linkshänder, aber auch viele Mythen. Linkshänder sollen besonders intelligent und kreativ sein, gleichzeitig aber auch ungeschickt. Die Liste sehr bekannter Linkshänderpersönlichkeiten ist lang: Sie reicht von Leonardo da Vinci, Julius Cäsar, Bismarck über Charlie Chaplin, Jimmy Hendrix, Marilyn Monroe bis hin zu Ronald Reagan, Fidel Castro oder Bill Clinton. Auch Albert Einstein, Marie Curie, Franz Kafka und Napoleon sollen Linkshänder gewesen sein.