Sobald im Frühling die Tage wieder länger werden und die Sonne an Kraft gewinnt, leiden etwa zehn bis 20 Prozent aller sonnenempfindlichen Menschen unter der sogenannten Sonnenallergie, die statt der erhofften Bräune juckende Bläschen, Pusteln oder Rötungen mit sich bringt. Der im Volksmund gebräuchliche Ausdruck "Sonnenallergie" bezeichnet jedoch Hauterkrankungen verschiedener Art, auf die die Bezeichnung "Allergie" zum Teil nicht zutrifft.
Häufigste Form der Beschwerden ist die Polymorphe Lichtdermatose (PMD). Sie tritt vor allem an Hautpartien auf, die in Frühjahr oder Sommer noch nicht an die Sonne gewöhnt sind, also an Dekolleté, Streckseiten der Arme, Handrücken, Beine, Rumpf oder Gesicht. Vor allem Frauen im Erwachsenenalter leiden dann teilweise unter stark juckenden Ausschlägen in Form von Quaddeln, juckenden Flecken oder Bläschen.
Vorsicht vor UV-Strahlung
Meist verschwindet der Ausschlag, der so manchen Urlaub verderben kann, nach ein bis drei Wochen Sonnengewöhnung wieder. Die Erscheinungen heilen narbenfrei ab. Verantwortlich für die Polymorphe Lichtdermatose ist hauptsächlich die UVA-Strahlung.
Unter Einfluss der UV-Bestrahlung entstehen in der Haut freie Radikale, die mit bestimmten Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln, insbesondere fetthaltige Substanzen und Emulgatoren, reagieren können. Eine so genannte Mallorca-Akne (Akne aestivalis) kann die Folge sein. Bei dieser Sonderform der "Sonnenallergie" handelt es sich um eine Unverträglichkeit, nicht um eine echte Allergie.
>